| Status | Antrag KBIK
Kurzmitteilung der KBIK
Lehrpersonen sollen mehr Freiheit bei der Wahl der Lehrmittel erhalten
Die Kommission für Bildung und Kultur (KBIK) beantragt dem Kantonsrat mit 8 zu 7 Stimmen, die Vorschriften zu den Lehrmitteln zu liberalisieren, sodass Lehrpersonen künftig geeignete Lehrmittel aus einer Liste auswählen können. Die Forderung geht auf eine parlamentarische Initiative von FDP, GLP und SVP zurück, die eine «geleitete Lehrmittelfreiheit» forderten. Eine knappe Mehrheit der Kommission sieht keinen Grund für das Beibehalten obligatorischer Lehrmittel in den Kernfächern. Andere Kantone könnten sehr gut mit einer geleiteten Wahlfreiheit umgehen. Diese garantiere durch Vielfalt der Lehrmittel einen Qualitätswettbewerb und gestatte den Lehrpersonen, das für ihre spezifische Schulsituation geeignetste zu wählen. Nachdem mit HarmoS und dem Lehrplan die Ziele für die obligatorische Schule harmonisiert worden seien, sei der Anschluss an andere Schulen und Schulstufen garantiert. Eine Gefährdung des Zürcher Lehrmittelverlags (LMVZ) durch die neue Regelung sieht die Kommissionsmehrheit nicht. Die Minderheit der Kommission (SP, Grüne, Mitte, EVP) beantragt, nicht auf die Vorlage einzutreten. Die Neuregelung bringe keine Vorteile. Die Lehrpersonen hätten heute schon die Freiheit, zusätzliche Lehrmittel zu verwenden. Die bisherige Lösung garantiere den Anschluss bei Klassen- und Stufenwechsel durch das Verwenden derselben Lehrmittel. Es gebe in der Deutschschweiz keinen freien Markt, sondern ein Oligopol. Werde der LMVZ durch den Wegfall des Obligatoriums bei den Lehrmitteln für Kernfächer geschwächt, leiste das einer Monopolisierung Vorschub.
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