Zürich hat den Ruf, eine der teuersten Städte der Welt zu sein. Doch wer clever plant, verbringt ein abwechslungsreiches Wochenende ohne tiefe Löcher im Geldbeutel.
Szenario 1: Kostenlose Kultur und Natur
Das Naturhistorische Museum ist komplett kostenlos zugänglich. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00–17:00 Uhr. Der Botanische Garten der Universität ist ebenfalls gratis und täglich geöffnet.
Ein echtes Highlight am Wochenende ist die Focus Terra Forschungsausstellung der ETH (Sonneggstrasse 5). Sie ist am Sonntag von 10:00–16:00 Uhr kostenlos zugänglich und bietet faszinierende Einblicke in die Welt der Geologie. Das Museum für Gestaltung öffnet zudem jeden Donnerstag ab 17:00 Uhr kostenlos für alle Besucher.
Budget für dieses Szenario: 0 CHF.

Szenario 2: Wandern und Seeufer
Die Zürichsee-Promenade ist eine der schönsten kostenlosen Aktivitäten. Der Weg vom Bellevue bis zum Zürichhorn bietet Blicke auf den See und die Alpen und dauert etwa 2–3 Stunden.
Alternativ: Der Uetliberg-Weg beginnt direkt in der Stadt und bietet Panoramablicke über Zürich und die umliegende Landschaft. Erreichbar mit dem Zug (Kurzstreckenticket ca. 2.50 CHF).
Weitere beliebte Routen finden sich auf Zürich Tourismus, darunter der Wildnisweg Sihlwald (2 Stunden, 6,2 km).
Budget: 0–5 CHF für öffentliche Verkehrsmittel.
Szenario 3: Flussbäder und kostenlose Badis
Die Flussbäder Zürichs sind vollständig kostenlos. Das Flussbad Oberer Letten und das Untere Letten bieten kostenlose Duschen, Toiletten und Liegewiesen. Im Sommer ideal für Erfrischung und Entspannung.
Der Chinesische Garten am Zürichsee (Bellerivestrasse 138) ist ein wunderschönes, kostenloses Ausflugsziel mit Pavillons, Brücken und Teichen – ein Geschenk der Partnerstadt Kunming.
Budget: 0 CHF.
Szenario 4: Günstig essen in Zürich
Ein Geheimtipp für preiswerte Verpflegung sind die Mensen der Universität Zürich und der ETH. Obwohl es nicht weitum bekannt ist, sind dort externe Besucher ausdrücklich erlaubt. Die Hauptmensa der Universität Zürich befindet sich direkt im eindrucksvollen Hauptgebäude (Zentrum), während die ETH-Mensa am Standort Irchel eine grüne Umgebung bietet. Die Mahlzeiten kosten für Externe meist zwischen 12–18 CHF.
Ein kaum bekannter Profi-Tipp: Das SBB Restaurant Oase direkt beim Hauptbahnhof ist ebenfalls öffentlich zugänglich und bietet solide Preise in einer sonst sehr teuren Gegend.
Weitere Budget-Optionen:
- Rheinfelder Bierhalle im Niederdorf: Traditionelle Schweizer Küche mit Charme
- Kebabstände: Überall in der Stadt zu finden, ab 10–13 CHF
- Buffets bei Coop und Migros: Günstiger als Restaurants und vielfältig
Budget: 12–22 CHF pro Mahlzeit.
Szenario 5: Kostenlose Aktivitäten und Velos
Züri rollt bietet kostenlosen Veloverleih am Europaplatz – ideal für Stadterkundungen. Die über 1'200 kostenlosen Brunnen Zürichs versorgen mit Trinkwasser statt teurer Flaschen.
Die Altstadt zu Fuss erkunden: Grossmünster, Fraumünster und die kopfsteingepflasterten Gassen sind kostenlos zu besichtigen. Die Kirchen können von aussen bewundert werden.
Das Palmenhaus der Stadtgärtnerei ist kostenlos und beherbergt über 50 tropische Pflanzen – perfekt für Tropenfeeling mitten in Zürich.
Budget: 0 CHF.
Gesamtbudget für ein Wochenende
Mit diesen fünf Szenarien lässt sich ein reichhaltiges Wochenende für etwa 90–130 CHF pro Person verbringen (inklusive Mahlzeiten und kleinerer Transportkosten). Zum Vergleich: Ein klassisches Touristen-Wochenende kostet leicht das Dreifache.
Tipp: Die Zürich Card lohnt sich nur bei mehreren kostenpflichtigen Museen. Für ein Budget-Wochenende ist sie nicht nötig.
Zürich zeigt: Günstig reisen ist möglich – mit ein wenig Planung und lokalen Geheimtipps.